Die neue Schweizer Mobilitätsarena ab 2019 in Bern

01. Okt 2018

Die Mobilitätsakademie des Touring Club Schweiz (TCS) schafft mit der Schweizer Mobilitätsarena einen einmaligen internationalen Innovationsraum entlang der Transformationspfade der Mobilität im 21. Jahrhundert. Vom 16. bis zum 20. September 2019, zeitgleich mit der European Mobility Week, treffen sich wissenschaftliche Querdenker, politische Weitseher und unternehmerische Pioniere aus dem Verkehrssektor erstmalig in Bern und gestalten Gegenwart und Zukunft der Mobilität im 21. Jahrhundert. Dr. Jörg Beckmann, Direktor der Mobilitätsakademie, beantwortet hier die 10 wichtigsten Fragen zur neuen Arena.

Dr. Jörg Beckmann
Dr. Jörg Beckmann

1. Was ist die Schweizer Mobilitätsarena?

Die Arena ist sozusagen das „Paleo der Mobilität“, ein Innovationsfestival für alle Genres des Verkehrs, mit internationalen Stars aus der Verkehrswirtschaft und -forschung, den Taktgebern der Schweizer Verkehrspolitik und -planung, sowie reichlich Newcomern, Querdenkern und Disruptoren der heutigen und künftigen Mobilitätswelt.

2. Wer steht hinter diesem neuen Innovationsfestival?

Veranstalter ist die Mobilitätsakademie des TCS, die seit ihrer Gründung als Think- und Do-Tank die grossen Zukunftsthemen im Verkehrsbereich verfolgt und im Verlauf der letzten zehn Jahre wichtige Akzente im Schweizer Verkehrssektor setzen konnte – zum Beispiel mit der Gründung des Schweizer Branchenverbands für Elektromobilität Swiss eMobility oder der Entwicklung von carvelo2go, der weltweit ersten und grössten Sharing-Plattform für elektrische Cargo-Bikes.

3. Wie ist die Idee entstanden?

Der Schweizer Mobilitätssektor hat bis heute keinen gemeinsamen Jahresanlass, an dem sich die Go-Getter aller verkehrsrelevanten Branchen treffen, austauschen und die Herausforderungen der kommenden Jahre diskutieren. Das wollen wir mit der Mobilitätsarena nun ändern. Die vielfältige Themenwelt der Schweizer Mobilitätsarena ruht dabei auf den drei etablierten Kongressen der Mobilitätsakademie: Dem seit 2011 jährlich stattfindenden Schweizer Kongress Elektromobilität, dem 2013 lancierten World Collaborative Mobility Congress (wocomoco) und der 2018 erstmalig durchgeführten Schweizer Agora für eine automatisierte Mobilität (AUTOMATICAR). Diese erfolgreichen Fachkongresse finden nun ein neues Zuhause unter dem Dach der Schweizer Mobilitätsarena, die zugleich aber noch reichlich Platz für weitere Themen bietet.  

4. Gibt es bereits erste Partner?

Ja, ansonsten wären wir dieses Mammutvorhaben nicht angegangen. Zu grossen Teilen ermöglicht wird die Schweizer Mobilitätsarena dank der Unterstützung des Schweizer Kongresses Elektromobilität und des World Collaborative Mobility Congress durch das Programm EnergieSchweiz des Bundesamts für Energie BFE sowie der AUTOMATICAR durch das Bundesamt für Strassen ASTRA. Weiterhin wird die Mobilitätsarena 2019 unterstützt durch das Förderprogramm "Erneuerbare Energien und Energieeffizienz" der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern. Als weitere Partnerin dürfen wir bereits jetzt Energie360° begrüssen. Weitere Unternehmen, Verbände und Stiftungen sind nun eingeladen, sich über ihre Auftritte, Diskussionsbeiträge, Side-Events, Ausstellungen, Exkursionen u.v.m. als Partner und Sponsoren an der Schweizer Mobilitätsarena zu beteiligen.

5. Wie positioniert sich die Mobilitätsarena und welche Ziele verfolgt die Mobilitätsakademie mit diesem Grossanlass?

Kaum ein Sektor steht angesichts des grossen digitalen Wandels vor ähnlich kolossalen Umbrüchen wie der Verkehrssektor. Mit der neu geschaffenen Mobilitätsarena möchten wir diese Transformationen akribisch analysieren, politisch positionieren und unternehmerisch umsetzen. Die Schweizer Mobilitätsarena ist keine weitere Verkehrskonferenz, die faktenfrei über die Zukunft der Mobilität spekuliert, sondern branchen- und disziplinübergreifend die kritischen Meilensteine für einen klimafreundlichen und ressourceneffizienten Verkehr setzt.

6. An wen richtet sich die Mobilitätsarena?

Wir sprechen Fachleute aus allen Bereichen der Gesellschaft an, die aus unternehmerischen, politischen, oder wissenschaftlichen Gründen an der Mobilität interessiert sind. Innovative Start-Ups und etablierte Unternehmen können sich bei uns präsentieren und neue Geschäftspartnerschaften mit Vertretern benachbarter Branchen aufbauen. Planer und Politiker haben angesichts der technologischen Quantensprünge eines hochdigitalisierten Verkehrs die Möglichkeit, über kommende regulatorische Herausforderungen zu diskutieren. Forscher und Studierende können hier ihre Befunde und Ideen in die Fachwelt tragen und gemeinsame Visionen für einen zukunftsfähigen Verkehr entwickeln. 

7. Was passiert alles während der fünf Tage?

Bei uns bekommt der Besucher alles, was das Orchester in petto hat! Von klassischen Konferenzformaten wie Keynotes und Podiumsdiskussionen auf der Hauptbühne, über Release- und Launch-Events sowie Bar-Camps in unserem grossen Zelt, bis hin zu wilden Reden in unserem Speakers-Corner oder geschlossenen Meetings im Board-Room der Arena. Hinzu kommen zahlreiche Side-Events und Abendveranstaltungen. Und das alles im Parallelbetrieb! Darüber hinaus bieten wir auf den 5000m2 der Arena natürlich reichlich Ausstellungsfläche für unsere Partner und Arbeitsecken für alle Multi-Tasker unter den Teilnehmenden. Ein weiteres Highlight ist sicherlich das „Arena-Village“: Ein „Pop-Up Glamping“, das komfortable Übernachtungsmöglichkeiten direkt vor den Toren der Arena bietet. Eben das, was zu einem solchen Festival zwingend dazu gehört.

8. Warum gerade der Standort Bern?

Bern ist die Hauptstadt der Schweiz und ein nationaler Anlass mit internationaler Beteiligung und Ausstrahlung muss natürlich hier seinen Anfang finden. Mit ausschlaggebend war die Unterstützung des Kantons, der aufgrund seines Engagements für eine klimafreundliche und ressourceneffiziente Mobilität ein idealer Mitträger der Arena ist. Zudem finden wir bei der BernExpo beste räumliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Durchführung der Arena. Deswegen haben wir uns auch gleich für die kommenden drei Jahre auf diesen Standort festgelegt.   

9. Wo steht das Programm heute und wie geht es bis September 2019 weiter?

Nach dem Startschuss am 2. Oktober, der Lancierung der Website und der Bekanntgabe der ersten Partner haben wir in den kommenden Monaten spannende Aufgaben vor uns, über deren Verlauf wir regelmässig in unserem Newsletter informieren werden. Wir sind aktuell in weiteren Partnerschaftsgesprächen und arbeiten die Long-List unserer bevorzugten Redner durch. Ausserdem werden Ideen für eine Reihe von Side-Events geprüft und eine breite Palette an organisatorischen und administrativen Schritten umgesetzt. Noch vor Weihnachten 2018 werden wir bereits weitere Eindrücke und Ausblicke bieten können – und sicherlich auch die Anmeldungen von Frühbuchern entgegen nehmen können.  

10. Was sind die mittel- bis langfristigen Pläne mit der Mobilitätsarena?

Nach erfolgreicher Verankerung in der Schweizer Verkehrswelt möchten wir auf der internationalen Bühne reüssieren, d.h. vielleicht zur „Swiss International Mobility Arena“ werden. Den Vordenkern einer neuen Mobilität gilt die Schweiz seit langem als kreative Wiege und ideales Testfeld für Verkehrsinnovationen mit grossem Markt- und Nachhaltigkeitspotenzial. Hier finden die Akteure einer sich wandelnden Mobilitätsbranche ideale Kristallisationskerne für die Entwicklung und Erprobung zukunftsfähiger Technologien und Geschäftsmodelle – sowohl an den neuen Schnittstellen zwischen klassischem ÖV und MIV, als auch in den expandierenden Nischen einer elektrisch angetriebenen, kollaborativ genutzten und zunehmend automatisierten Mobilität. Diese Reputation möchten wir weiter pflegen, um nach 2020 aus der Arena ein internationales Kraftzentrum für die Mobilitätsinnovationen des frühen 21. Jahrhunderts werden zu lassen.


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